Green-IT ist die Bezeichnung für Bestrebungen, Informationstechnik bzw. Informations- und Kommunikationstechnologien umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Alles Wissenswerte zu Green-IT finden Sie in nebenstehendem Merkblatt.
Kostendruck, Klimaschutz und neue gesetzliche Vorgaben sind drei gute Gründe, sich mit dem Thema zu befassen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Verwaltungen benötigten im Jahr 2008 rund 3,6 TWh Strom für den Betrieb ihrer Server und zentralen IT inklusive Kühlung, Klimatisierung und Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Sie verursachten damit kosten in Höhe von fast 400 Mio. Euro laut einer Studie des Borderstep Instituts im Auftrag des Bundesverbandes informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM). Die steigenden Energiekosten treffen die IT-Branche in doppeltem umfang, da nicht nur die Energiekosten, sondern auch die benötigten Kapazitäten steigen. Somit ist die Branche einem doppelten Kostendruck ausgesetzt. Der Stromverbrauch von Servern und Rechenzentren in Deutschland im Jahr 2008 entsprach laut Borderstep der Jahresstromproduktion von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken. Umwelt und Klima sind durch CO2-Emissionen erheblich belastet, Tendenz steigend. Die durch IT verursachten CO2-Emissionen liegen mit dem Flugverkehr weltweit gleichauf, so das Bundesumweltministerium (BMU). Gesetzliche Vorgaben wie das Elektro- und Elektronikgerätegesetz, kurz ElektroG und das Energiebetriebene-Produkte-Gesetz zwingen die Hersteller von IT zum Handeln.


